Sehenswürdigkeiten

Kloster Preetz

Klosterhof  •  24211 Preetz  •  Telefon (0 43 42) 8 68 29
Klosterkirche

Das ehemalige Benediktinerinnenkloster in Preetz wurde als Nonnenkloster 1211 von Albrecht von Orlamünde gegründet, zwischen 1270 und 1280 an den heutigen Ort verlegt und nach einem Brand 1340 wieder aufgebaut. Im Jahre 1255 wurden die ersten Klostergebäude errichtet, von denen der 1860 umgebaute Conventsaal sowie die dreischiffige gotische Klosterkirche aus den Jahren 1330/31 zu den schönsten Kunst- und Kulturdenkmälern des Nordens zählen.

Das beherrschende Gebäude in der Klosteranlage ist die Klosterkirche. Der gotische Ziegelbau der dreischiffigen Hallenkirche ist als Stutzbasilika um 1340 ausgeführt. Im Inneren zeugt eine reiche Ausstattung noch heute von dem mittelalterlichen gottesdienstlichen Leben der Benediktinernonnen und der adeligen Stiftsdamen der Barockzeit. Sehenswert: der Altar der Heiligen Sippe, eine alte Weihnachtskrippe und eine gemalte Gregors-Messe. Darüber hinaus ist die im hochgotischen Stil gebaute Kirche auch als architektonisches Gesamtwerk sehenswert. Nach der Reformation wurde das Kloster als adeliges Damenstift weitergeführt. Diesen Status hat es bis heute. Neben vielen anderen Kostbarkeiten befindet sich hier das größte gotische Chorgestühl Norddeutschlands, ausgelegt für 70 Nonnen.

Vor der Kirche steht eine knorrige Eiche, die der Sage nach aus der Gründungszeit des Klosters stammt.

Bemerkenswert sind auch die Wohnhäuser des 17. - 19. Jahrhunderts und das Torhaus von 1737. An der Westseite der Kirche befindet sich eine Reihe von 11 Sitzen aus dem Jahre 1335 mit reichem gotischen Maßwerk, welches als eine Mustersammlung der Arbeitsweise zu jener Zeit angesehen wird.

Textquelle: Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche

Stadtkirche

Kirchplatz 8  •  24211 Preetz  •  Telefon (0 43 42) 25 81
Stadtkirche

Die Stadtkirche wurde von 1200 bis 1210 ursprünglich als Wehrkirche auf einem Hügel über dem Kirchsee erbaut. Damals wurde der so genannte „Limes Saxoniae“ durch die Schwentine und den Kirchsee markiert: das Gebiet des heutigen Kreises Plön gehörte zu den letzten Gegenden in ganz Europa, die um 1200 noch nicht vollständig christianisiert waren. Die Stadtkirche stand als Missions- und Wehrkirche auf der Grenze zur überwiegend heidnischen Bevölkerung. Aus dieser Zeit stammt auch der spätromanische Feldsteinchor (um 1200). Die heutige Gestalt der Stadtkirche ist vom Barockstil geprägt.

Sehenswert: ein romanischer Taufstein aus dem 13. Jahrhundert, Renaissance-Leuchter aus dem 16. Jahrhundert, Bronzekronen aus dem 17. Jahrhundert und ein schwebender Taufengel aus dem 18. Jahrhundert.

Historische Häuser in Preetz

Historische Tür

110 dieser Gebäude sind mit Informationstafeln versehen und dokumentieren deren Geschichte. Einige davon sind:

Preetzer Caféstuben – Lange Brückstraße 22

Das alte Patrizierhaus wurde um 1630 errichtet. Die späteren Umbauten erfolgten um 1770.

Das „Grothkopf’sche“ Haus – Kirchenstraße 43

das älteste erhaltene Giebelhaus um die Stadtkirche. Es wurde 1738 erbaut und war über Jahrzehnte eine Schneiderei.

Das Haus – Löptiner Straße 9

Als „Quartiersschule“ 1797 errichtet, diente es nach einer Verfügung des Klosterprobsten Buchwald dem Unterrichten der Kinder.

Holzschuhmacherei Lorenz Hamann

Wakendorfer Str. 17  •  24211 Preetz  •  Telefon (0 43 42) 8 12 17
Lorenz Hamann in seiner Werkstatt
Holzschuhmacher-Tradition seit 1846

Bereits in der fünften Generation wird das alte Handwerk des Holzschuhmachens von der Familie Hamann ausgeübt, jetzt von Lorenz Hamann, einem der letzten Holzschuhmacher in Norddeutschland.

Die ausgezeichnete Handwerksarbeit führte dazu, dass die Holzschuhe, bekannt als „Preetzer Holzschuhe“, den Namen der Stadt weit über die Grenzen hinausgetragen haben. Die Holzschuhmacher-Innung löste sich bereits 1966 auf. Genau dreißig Jahre später feierte Lorenz Hamann das 150-jährige Bestehen des Familienbetriebes. Heute ist er auf Landwirtschaftsausstellungen, historisch ausgerichteten Märkten und Kunsthandwerksmessen vertreten. Außerdem beliefert er Theater und Festspielproduktionen.

Zu den Themen Kunst und Heimatgeschichte finden Sie unter dem Hauptmenüpunkt „Bildung und Kultur“ die Seite „Museen und Ausstellungen

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